
Wir, das sind Katrin Günther und Maik Köllnick, widmen uns seit einigen
Jahren dem sorbischen Brauch des Verzierens von Eiern.
Wir
stammen aus
Lübben
(bzw. Lubolz), welches als Tor zum Ober- und Unterspreewald bezeichnet
wird. Aufgrund der frühen Zurückdrängung der Sorben in diesem
Gebiet verschwanden mit ihnen viele der traditionellen Bräuche ganz oder zumindest teilweise.
Obwohl in der Familie Köllnick noch bis vor 150 Jahren die Kinder in der wendischen Gemeinde Lübben getauft wurden, ging der typisch sorbische Brauch des Verzierens von Ostereiern im Laufe der Zeit verloren. Einen Neuanfang gab es bei uns ca. 1993 als wir durch das alte Büchlein "Bunte
sorbische Ostereier" zum ersten Mal angeregt wurden, die Wachsreserviertechnik
selbst zu probieren. Zunächst waren es die Eier, die zu Ostern zum Verzehr sowieso gefärbt
wurden und vorher dann einige wenige Wachstupfen erhielten. Zwei Jahre später
bliesen wir sie dann (noch mit dem Mund) aus, um sie an den heimatlichen
Osterstrauch zu hängen. Im Laufe der Jahre wurden die Muster immer feiner
und, durch viel Probieren, auch die Farben kräftiger. Bei verschiedenen
Märkten und Ausstellungen schauten wir erfahreneren Künstlern über
die Schulter und erfuhren so den einen oder anderen Kniff. Sehr interessant
und lehrreich waren auch die Ostereiermessen in Bautzen und Lübbenau, wobei
wir bei der letzteren seit 2002 auch selbst teilnahmen.
Seit 1996 bringen wir bei Vorführungen (welche sich nicht nur auf die Osterzeit
beschränkten) in Hotels, Märkten und Ausstellungen vielen Menschen
die Reserviertechnik und, seit ca. 1999, auch die Bossiertechnik näher.
Nicht nur durch unserere Ausbildung als Lehrer kamen wir dann auf die Idee,
neben den Vorführungen auch Kindern und anderen Interessierten die Reserviertechnik
zu vermitteln. So finden Sie uns z.B. schon seit einigen Jahren am Osterwochenende
im Schlosshotel in Lübbenau.
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