Oft sind es kleine und scheinbar unbedeutende Kniffe, die die Freude an der
Kunst des Ostererverzierens um ein Vielfaches erhöhen können. So gibt
es sicherlich viele Dinge, um die die Färbekraft der Farbe XY noch zu verbessern,
die das Ausblasen vereinfacht oder die Haftung des Wachses verbessert.
Daher soll diese Rubrik von Ihrer Mitarbeit leben, denn hier werden zukünftig
von Ihnen eingesandte Tipps anderen Menschen zugänglich gemacht. Vielleicht
können gerade Sie anderen helfen, so wie diese Seiten vielleicht auch Ihnen
geholfen haben.
Wir werden den Anfang mit 12 allgemeinen Hinweisen im Bereich der Reservier-
und Buntwachstechnik machen.
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Vorbereitung · Löcher
positionieren
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Färben |
Nachbehandlung |
Vorbereitung
· Löcher positionieren
Das
Ei wird locker in eine (trockene und fettfreie) Hand genommen und versucht,
die höchste Stelle zu finden (ein dunkler Hintergrund vereinfacht die Sache
nicht unerheblich). An dieser Stelle wird mit einem Bleistift ein kleiner Strich
gemacht.
Nach
einer viertel Drehung des Eies wird wieder die höchste Stelle markiert.
Am Ende befinden sich an dem Eiende mehrere Striche, die sich im günstigsten
Fall an einer Stelle kreuzen. Bilden sie einen Kreis, nimmt man einfach die
Mitte (siehe linkes Bild). Im Zweifelsfall schätzt man die richtige Lage
noch einmal im Draufblick ab und korrigiert bei Bedarf. Das ganze noch mal am
anderen Ende und die Löcher sitzen perfekt.
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· Eier ausblasen
Ärger mit nicht genau zentrierten und die Symmetrie störenden Löchern
kann man mit der Einlochtechnik vermeiden. Dabei wird statt den zwei Ausblaslöchern
nur das an der Spitze gebohrt
(falls
die Eier an der stumpfen Seite aufgehängt werden sollen, nur diese Seite).
Zum Ausblasen kommt man nun jedoch nicht mehr um einen Blasebalg herum. Unter
Berücksichtigung der Ausblastipps wird die Luft wie auf der Abbildung in
das Ei gepumpt. Zum Anfang sehr vorsichtig, da der Druck nur zum Loch hin entweichen
kann. Daher sollte die Kanüle auch nicht zu weit in das Loch gesteckt werden.
Kommen schließlich die dickeren Bestandteile, sollte die Kanüle hinausgezogen
werden. Der verbleibende Druck im Ei reicht normalerweise, um die Hagelschnüre
und Dotterhaut hinauszudrücken. Eier mit einer dünnen Schale können
bei dieser Technik aber auch leicht platzen! Zum Ausspülen kann der Blasebalg
mit Wasser gefüllt werden, um dieses dann hineinzuspritzen.
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· Federn
1. Mit der linken Maustaste auf die Schaltfläche "Schablonen herunterladen" klicken und die Schablonen sollten sich in einem neuen Fenster öffnen.
4. Durch das Laminieren der Seiten werden sie deutlich stabiler und haltbarer (kann auch in Copy-Shops/Druckstudios in Auftrag gegeben werden).
Farben

Daher verwenden wir die Farben grundsätzlich nur wenn sie Zimmertemperatur haben.
Obwohl Naturfarben schlechter färben, empfindlicher gegenüber Sonnenlicht
sind und ihre Zubereitung aufwändiger ist, finden sie immer mehr Anhänger.
Vielleicht
liegt es an dem Versuch, alte Traditionen neu zu beleben, den meist zarten pastellfarbenen
Tönen oder einfach wegen der viel geringeren Belastung der Umwelt. Die
Eier haben auf jeden Fall ihren eigenen Reiz und auch Allergiker ihre Freude
daran.
Da die Methode der Erzeugung eines Farbsudes von ihren Anhängern meist
als ein Geheimnis gehütet wird, und wir selbst keine Naturfarben verwenden,
müssen sie viele Dinge selbst probieren. Hier erst mal einige allgemeine
Hinweise. Auf jeden Fall müssen die Naturfarbmittel mit Wasser aufgekocht
oder abgebrüht werden, wobei wir keine Tipps zur Menge der zu verwendenden
Farbmittel geben können. Experimentieren Sie einfach mit den Mengen und
ihrer Zubereitung und der Färbedauer. Gern präsentieren wir hier Ihre
Rezepte.
Folgende Farben können sie erzeugen:
Farben sollten grundsätzlich in höherer Konzentration als auf der
Verpackung angegeben verwendet werden. Wir verwenden im Normalfall die doppelte
bis dreifache Konzentration gegenüber den Herstellerangaben. Wie auch bei
den Naturfarben verbessert die Zugabe von Essig (siehe Färbetipps)
bei allen Farben die Farbtiefe und Brillianz.
Normalerweise werden zu Ostern die Eier mit handelsüblichen Ostereierfarben
gefärbt, wobei es sich zugleich auch um Lebensmittelfarben handelt.
Diese Farben sind billig und genügen auf jeden Fall für das Färben
kleinerer Eiermengen. Sie färben z.T. in schönen Pastellfarben die
anderwertig schwer zu erzeugen sind und sind gesundheitlich unbedenklich. Ihre
Nachteile sind geringe Ergiebigkeit, wenige Überfärbungen möglich
in der Reserviertechnik, geringere Beständigkeit gegen abgreifen und verblassen
und schnelles Verschimmeln im Farbbehälter bei Lagerung.
Stofffarben sind laut Verpackung häufig nur zum heißfärben
geeignet und sind Flüssig bzw. als Pulver in Drogerien erhältlich.
Daher sollten sie zunächst auf jeden Fall aufgekocht werden. Nach dem vollständigen
Abkühlen behalten sie meist noch gute Färbeeigenschaften. Sie färben
kräftig, sind ergiebig, gut überfärbbar, gesundheitlich relativ
unbedenklich und in vielen Farben erhältlich.
Leider sind sie auch ziemlich teuer und Spritzer auf der Kleidung sind absolut
echt. Außerdem entstehen auf den Eiern nicht immer die abgebildeten Farben
sondern teilweise sehr extravagante Nuancen die man auch kaum ein zweites Mal
hinbekommt.
(Holz-)Beizen erhält man ebenfalls als Pulver oder Flüssig
in Baumärkten. Das Pulver wird laut Vorschrift mit heißem Wasser
angerührt und kann nach dem Abkühlen ganz normal verwendet werden.
Beizen färben noch aggressiver als Stofffarben und ermöglichen z.T.
sogar das Rückfärben zu helleren Farben (wobei natürlich die
hellere Farbe im Behälter verschmutzt). Die Farben sind meist sehr rein
und kräftig, extrem ergiebig und in gut verschlossenen Gefäßen
auch jahrelang haltbar. Sie sind aber auch sehr teuer, sehr aggressiv gegenüber
Metall, färben Textilien und Haut sehr gut, sind in weniger Farbtönen
als Stofffarben verfügbar und ergeben nicht immer den gewünschten
Farbton.
Tinten sind eine weitere Alternative, die in Schreibwarenläden zu
bekommen ist. Sie werden mit Wasser verdünnt und brauchen normalerweise
nicht erhitzt werden. Das Deckvermögen, die Farbreinheit und Ergiebigkeit
ist bei Tinten recht gut. Allerdings ist die Auswahl an verschiedenen Farben
sehr beschränkt (kann aber durch Mischen erweitert werden), die Haltbarkeit
geringer als bei Stofffarben und der Preis ist auch nicht gerade gering.
Als Fazit bietet jede Variante ihre Vor- und Nachteile die für
jede Farbe gegeneinander abgewogen werden sollten. Wir verwenden Farben aus
verschiedenen Bereichen und fahren recht gut damit. Die wenigsten Flecken und
reinsten Farbtöne ergeben sich bei Echtfarben, also Farben die nicht aus
verschiedenen Farbtönen (siehe Inhaltsangabe) gemischt sind.
Nachbehandlung
Hat man viele ausgeblasene Eier in der Wachsreserviertechnik verziert, kann
man das zeitaufwändige Abschmelzen vereinfachen. Im Backofen können
mehrere Eier zugleich erwärmt und anschließend nur noch vorsichtig
mit etwas Zellstoff abgewischt werden. Der Backofen sollte auf ca. 60-70°C
Ober-/Unterhitze eingestellt werden. Erst wenn die Temperatur erreicht ist,
werden die Eier auf den Rost gelegt. Ein doppelt gelegtes Küchentuch darunter
verhindert Wachsflecken im Garraum. Nach kurzer Zeit (ca 5 Minuten) ist das Wachs
vollständig zerlaufen und das Ei kann entnommen (heiß!) und vorsichtig
abgewischt werden.
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· Aufhänger anbringen
Möchte man,
wie
es bei den Sorben Brauch ist, die Eier zu Ostern an
einen Osterstrauß hängen (was auch nicht gefährlicher
ist als eine mundgeblasene Christbaumkugel aufzuhängen) so benötigt
das Ei einen Aufhänger. Diese sind käuflich zu einem Wucherpreis erwerbbar.
Billiger kommt man in jedem Fall mit selbstgebasteltem Material. Dazu knotet man einen Bindfaden
an ein ca. 1 cm langes Stück von einem Zahnstocher oder Streichholz. Die
Schnur dann noch zu einer Schlaufe (sollte länger als das Ei sein, falls
das Hölzchen nach unten rutscht) zusammenknoten und das Hölzchen,
wie in der Animation links, in das Ei einführen. Dieser Aufhänger
hält sehr sicher und ist nur mit viel Geduld wieder herauszubekommen.
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· Pflege der Eier
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