

1. Kurzfassung |
Diese Technik ähnelt vom Grundprinzip her der Wachsreserviertechnik, nur dass Sie hier ohne das Wachs auskommen und trotzdem sehr filigran verzierte Eier erhalten. Der Trick dabei ist, dass bei dieser Technik zwar ebenfalls die Farbe daran gehindert wird, die Eioberfläche gleichmäßig einzufärben, aber das Abdeckmaterial fertig und kostenlos ist. Darüber hinaus ist das Pflanzenmaterial auch noch überall zu bekommen. Die auf das Ei gedrückten Blüten und Blätter sind nach dem Färben als weißer Abdruck auf dem Ei zu erkennen. Mit etwas Kreativität sind der Formenvielfalt bei dieser Technik keine Grenzen gesetzt!
Nachteile
Wie immer beginnt die Vorbereitung mit den Eiern. Je nach
Zweck werden sie nach Geschmack weich oder hart gekocht bzw. in rohem Zustand
zum späteren Ausblasen verwendet. Notfalls ist es auch möglich die
Eier zuerst auszublasen. Dann sind jedoch zum Färben kleine Gläschen
(z.B. von Babynahrung oder Kaffeesahne) notwendig, die das Ei in die Farbe
tauchen. Weiterhin muss dann auch zum Färben das Loch wieder verschlossen
werden (z.B. mit Wachs)
Dann werden die Beinteile einer Feinstrumpfhose in ca. 15 cm lange Stücke geschnitten. Sehr gut machen sich auch Füßlinge aus dem selben Netzmaterial. Das Sammeln von kleinen Blättchen und Blüten kann mit einem kleinen Spaziergang in die langsam erwachende Natur verbunden werden. Zur Zeit des Osterfestes blühen häufig schon die Gänseblümchen, Krokusse, Märzenbecher und Primeln, deren Blüten und Blättchen sehr gut zu verwenden sind. Auch die Blätter des Löwenzahns ergeben sehr interessante Muster. Zu Hause werden sie noch gut mit kaltem Wasser abgespült und sind damit fertig zur Verwendung. Evtl. kann es sich als vorteilhaft erweisen, die Pflanzenteile auch mit heißem Wasser abzubrühen, da sie dann weicher sind und besser auf der Eioberfläche haften. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass nur noch der Umriss und nicht mehr die feine Aderung der Pflanzenteile nach dem Färben erkennbar ist. Eine gute Mischung dieser Varianten ist das Pressen von Pflanzenteilen und dann die Verwendung dieser getrockneten Stücke.
Zuletzt wird schließlich der Farbsud zubereitet und außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahrt.



TIPP: Auch bei dieser Technik ist mehrfarbiges Arbeiten möglich, wenn das Ei in der Vorbereitungsphase schon einmal in einer hellen Farbe gefärbt wird.
März 2005