

1. Kurzfassung |
Das Schöne an dieser Technik ist, dass sie gänzlich ohne Farbe auskommt. Das Ei wird hier nicht bemalt, sondern beklebt. Mittels Schnipseln aus Geschenkpapier, farbigen Zeitungsbildern oder Buntpapier und Tapetenleim erhält man Eier in verschiedensten Farben und es entstehen - meist zufällig - interessante Muster. Je nach Grundfarben der verwendeten Papierschnipseln kann man unterschiedliche Grundstimmungen erzeugen. So wirkt das Ei oben links eher wie eine sommerliche Blumenwiese, während das Ei rechts mit seinen zarten Grüntönen eher an den Frühling erinnert.
Nachteile
Bei dieser Technik kann man sowohl gekochte als auch ausgeblasene
Eier verwenden, wobei ausgeblasene besser geeignet sind, da sie sich zum Verzehr
schlecht von der bunten Hülle befreien lassen und auch mit einem Loch
besser getrocknet werden können.
Zunächst muss man eine kleine Menge Tapetenleim anrühren. Während
dieser quillt, kann man das Papier in kleine Stücken reißen. Dazu
wählt man am besten Papier mit kleinem Muster bzw. vielen verschiedenen
Farben, damit die Technik besser zur Geltung kommt. Die Stücken sollten
nicht größer als eine Fingerkupper sein (Konfettigröße),
da sonst beim Aufkleben unschöne Falten entstehen.
Die Stücken werden in einem Becher oder einem Schälchen aufbewahrt. Es sollte eine ausreichende Menge gerissen werden, da es später mit Tapetenleim an den Händen nicht so günstig ist.
TIPP: Wer keinen Tapetenleim hat, kann auch selbst aus mit Hilfe von Mehl einen Kleister herstellen und verwenden. Ganz zur Not tut es auch Holzleim, der etwa 1:1 mit Wasser verdünnt wird.
Rezept Mehlkleister
Material:
eine halbe Tasse Mehl, 3 Tassen Wasser, Schneebesen, Topf
Durchführung:
Zunächt wird eine halbe Tasse Mehl mit etwa 2-3 Tassen Wasser klumpenfrei
verrührt. Dann unter ständigem Rühren vorsichtig zum Kochen
bringen, bis die Masse durchsichtig wird. Erscheint das ganze zu dick, einfach
noch etwas heißes Wasser dazugeben. Mit einem Teelöffel Salz wird
das ganze noch etwas haltbarer (ca. 1 Woche im Kühlschrank). Nach dem
Abkühlen kann es mit dem Kleben losgehen...und keine Sorge wenn das Kind
die Finger ableckt, der Kleister ist absolut ungefährlich.
Hat man alles vorbereitet, ist die Arbeit am Ei das Einfachste. Nur ein wenig Geduld muss man aufbringen, gilt es doch mit den kleinen Papierschnipseln jede kleine Lücke sorgfältig zu überkleben. Man beginnt am besten mit einer Seite und arbeitet sich Stück für Stück weiter. Günstig ist es, dazu immer nur einen Finger mit der Spitze in den Leim zu tauchen. Damit streicht man das Ei an der Anfangsseite ein wenig ein. Dann "pickt" man sich mit dem selben Finger den ersten Schnipsel aus dem Becher, klebt ihn auf die eingeleimte Stelle und streicht ihn auch von oben noch einmal ein, wobei die Oberfläche gleichzeitig geglättet wird. Wer geübt ist, kann mit verschiedenfarbigen Papieren auf diese Art und Weise auch eigene Muster entwickeln (mal hellere Stücken, mal dunklere usw.).
Als Alternative kann man mit Motivstanzern, die es in Bastelläden zu kaufen gibt, auch kleine Ostermotive aus buntem Papier stanzen und diese dann auf das Ei bringen. So braucht man nicht das ganze Ei zu bekleben.
Zum Schluss muss das Ei gut trocknen. Damit nichts anderes daran kleben bleibt, empfiehlt es sich, die ausgeblasenen Eier auf ein Holzstäbchen zu stecken und das ganze beispielsweise in einem schweren Glas (evtl. mit Sand füllen) aufzustellen.
März 2005
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