

1. Kurzfassung |
Diese Technik ist je nach Variante in fast allen Alterstufen verwendbar. Während kleinere Kinder eher direkt mit den Buntwachsstiften das Ei bemalen, ähnelt die zweite Variante der Kratztechnik. Nach dem (sehr dicken) Auftragen des Wachses, werden die Muster wieder abgeschabt. Je nach Geschick können dabei sehr filigrane Verzierungen entstehen, wobei auch sorbische Muster kein Problem darstellen. Da sich das weiche Wachs wesentlich leichter als die Kalkschale des Eies abtragen lässt, ist diese Technik auch für Einsteiger geeignet, die die Kratztechnik ausprobieren möchten. Durch das breite Farbspektrum bei Wachsstiften sind in dieser Technik der Farbenvielfalt keine Grenzen gesetzt.
Nachteile
Die Vorbereitung ist bei dieser Technik wirklich einfach, da nur die Eier vorbereitet werden müssen. Je nach Verwendungszweck kann man sie vor oder nach der Bearbeitung ausblasen oder auch nach Geschmack weich oder hart kochen.
Die Durchführung der Ausmaltechnik bedarf sicherlich keiner näheren Erläuterung, da die meisten Kinder schon einmal mit Stiften etwas ausgemalt haben. Hier ist nur der Unterschied, dass die Unterlage kein Papier, sondern ein Ei ist und somit zerbrechen kann. Diese zusätzliche Anforderung ist für viele Kinder mit schlechter Feinmotorik zunächst nur schwer zu bewältigen.
Die zweite Variante ist von der Durchführung her anspruchsvoller.
Zunächst wird das Ei ganzflächig und möglichst dick mit einem
dunklen Wachs (Blau, Rot, dunkles Grün usw.) bedeckt.
Besonders
günstig wäre es, das Wachs in einem Löffel zu schmelzen (Aufbau
wie bei der Wachsreserviertechnik beschrieben; Material: halbierte Kartoffel,
gebogener Löffel und Teelicht) und dann das Ei darin zu drehen. Es empfielt
sich, zunächst eine Hälfte zu bearbeiten und nach dem Abkühlen
die andere, da so das Ei problemlos mit den Fingern gehalten werden kann.
Diesen Bearbeitungsschritt sollte wegen der Verbrennungsgefahr jedoch ein
Erwachsener durchführen! Möglich ist auch, dass nur eine kleine
ovale Fläche des Eies durch vorsichtiges Eintauchen bedeckt wird. Natürlich
ist die Heißwachsvariante nicht für rohe Eier geeignet, da sonst
das Eiweiß gerinnt und ein späteres Ausblasen unmöglich wird.
Nachdem das Ei abgekühlt ist, kann mit einem geeignet Gegenstand das
Muster aus dem Wachs herausgekratzt werden. Dabei können sowohl sorbische
Muster als auch Tier-, Pflanzen-, Landschaft- und Fantasiemotive Verwendung
finden.
Das Einreiben mit Öl oder Speck empfielt sich bei dieser Technik nicht, da das Fett das Wachs auflöst und damit die Oberfläche verwischt.
Tipp: Durch absichtliches Anschmelzen des Wachses auf ausgeblasenen Eiern über einer Kerze (nicht für kleine Kinder geeignet)oder mit einem Fön können selbst bei sehr einfach bemalten Eiern, durch das Verlaufen des Wachses sehr interessante Zufallsmuster entstehen. Das Ei sollte während der Prozedur auf ein Stäbchen gesteckt werden, da die Oberfläche sehr heiß werden kann.
März 2005