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1. Kurzfassung |
Das hier vorgestellte Mamorieren kann - mit wenig Hilfe - von jedem Kind durchgeführt werden, das in der Lage ist ein Ei festzuhalten. Der Mamor, der mit seinen zufälligen Strukturen und Farbverläufen zum Vorbild und Namensgeber für diese Technik geworden ist, war aufgrund dieser Eigenschaften immer ein sehr begehrtes und einzigartiges Baumaterial. Auch die Eier, die mit dieser Technik entstehen, sind in ihren Farbverläufen und -kompositionen einzigartig. Da das Verzieren obendrein auch noch sehr schnell geht, bietet sich das Marmorieren an, um einen individuellen Osterstrauß zu gestalten.
Nachteile
Es empfiehlt sich natürlich auch bei dieser Technik,
die Vorbereitung bei den Eiern zu beginnen.
Da das Mamorieren sehr schnell geht, sollten mindestens zehn bis zwanzig Eier
bereitliegen - die Kinder werden dankbar sein. Am besten beginnt man damit
schon lange vor Ostern.
Schwieriger zu beschaffen sind jedoch die Farben. Flüssige Farben auf
Ölbasis wie z.B. Kaltkeramikfarben sind häufig in Bastelläden
oder in Fachläden mit Künstlerbedarf zu erhalten. Wie auf dem Bild
zu sehen, reichen bereits wenige Grundfarben aus, die aufgrund des geringen
Verbrauchs auch sehr lange reichen. Um später die Farbe auf das Wasser
zu tropfen, wurden hier kurze Holzstäbchen verwendet. Wer eine entsprechende
Anzahl Pipetten besitzt, oder sogar über Farbgefäße mit entsprechender
Dosiermöglichkeit verfügt, kann auf die Holzstäbchen verzichten
und dazu auch noch genauer dosieren.
Als Trägermaterial für die Farbe wurde hier einfach Wasser verwendet.
Etwas schöner werden die Eier, wenn verdünnter Tapeten- oder Mehlkleister
genommen wird. Welches Trägermaterial auch verwendet wird, der Kunststoffbecher
sollte damit gefüllt werden (bis ca. 1 cm unter dem Rand). Zuletzt noch
das schmale Glas für die fertigen Eier bereitstellen und los gehts.
Zunächst
wird ein Ei auf einen Schaschlikspieß gesteckt. Sind die Löcher
so groß, dass der Spieß durch beide Löcher hindurchgeht,
kann das Ei durch zwei Gummis, die man ober- und unterhalb des Eis um den
Holzstab wickelt, fixiert werden. Dies verhindert auch das Abrutschen des
Eies, wenn die Kinder den Stab versehentlich zu schräg halten und damit
evtl. auch schwer zu entfernende Farbflecke.
Nun kann man die Farbe auf die Trägerflüssigkeit - in unserem Fall
der Einfachkeit halber Wasser - auftröpfeln. Mit einem weiteren Holzstab
wird dann die ölige Farbschicht auf dem Wasser vorsichtig verrührt.
Ob und wie stark dieses Verrühren stattfindet, kann je nach Geschmack
variieren. Das Ergebnis dessen findet sich am Ende fast genauso auf dem Ei
wieder.




Der
eigentliche Färbeprozess beschränkt sich darauf, das Ei in die
Farbschicht (und damit auch in das Wasser) zu drücken und gleichmäßig
zu drehen. Die Eintauchtiefe und Drehgeschwindigkeit bestimmt neben dem
Verteilen der Farbe maßgeblich das Ergebnis und erfordert meist einige
Versuche.
Ist man zufrieden, kann das Ei mit dem Holzstäbchen zum Trocknen in
das Glas gestellt werden. Je nach Farbe kann das bis zu einer Stunde dauern,
so dass für jedes Ei ein eigener Holzspieß benötigt wird.
Um gleichmäßige Verläufe zu erhalten, kann die Restfarbe
auf dem Wasser nach jedem Ei wieder entfernt werden. Dafür nimmt man
ein eigens dafür verwendetes Ei oder evtl. auch Küchenpapier.
März 2006